Der Baum

Ein uraltes Symbol in den Mythen der Völker und in der Kunstgeschichte

Seit alters her spielte der Baum als lebensspendende Kraft in den Mythen der Natur- und Kulturvölker eine bedeutende Rolle. In unserer Kultur ist dieser Mythos erschüttert. Neuzeitliche Ratio und technischer Fortschritt ließen uns alte Weisheiten vergessen.

Dichter und Künstler waren es, die der Entzauberung und Profanisierung der Natur entgegentraten, wie sie seit der Zeit der Aufklärung stattfand. Für Hermann Hesse zum Beispiel waren Bäume Vorbilder, “im ausprägten Einmaligen das Ewige zu gestalten und zu zeigen”.

So werde ich zu ausgewählten Texten und Gedichten des Dichters am Anfang des Vortrages etliche meiner Baumfotografien zeigen, quasi als Hymnus an die Schöpfung.

Im weiteren Verlauf des Vortrages gebe ich einen Überblick, wie der Baum in der Literatur und der Kunst alter Kulturvölker als Baum des Lebens gepriesen wird - so bei den Griechen und Ägyptern, den Germanen, den Indern, Chinesen und Azteken.
Nicht anders verhält es sich dann in der abendländischen Kunst bis zum Mittelalter und der Renaissance, und später wieder in der Zeit der Romantik und der Neuzeit.