Auf Sylt und Langeoog

Nord- und Ostfriesisch

Auf Sylt geht die Wanderung von Rantum aus, der schmalsten Stelle der Insel. Auf der einen Seite das Wattenmeer als Nationalpark und auf der anderen Seite das offene Meer mit der Brandung und dem stetigen Wegschwemmen des Sandes.

Über Westerland geht es Richtung Norden hoch zur Steilküste vom Roten Kliff und weiter bis in das Lister Dünengebiet mit seinen Wanderdünen, dann durchqueren wir die Insel und gelangen über St. Severin nach Keitum, dem einstigen Hauptort der Insel in der Zeit der großen Wal- und Robbenfänge - heute ein idyllischer Ferienort und die heimliche Liebe von vielen Sylt-Besuchern.

Bei dieser Wanderung wird auch einiges über die Geschichte der Insel erfahrbar. So stößt man auf etliche archäologische Sehenswürdigkeiten und erfährt im Friesenmuseum mehr: Einst gab es großen Wohlstand auf der Insel, bis im 18. Jhd. der Niedergang durch das Ende der Walfänge kam, und man sich auf die Vogeljagd verlegte. Die Museumsanlage der Vogelkoje erzählt davon.

Langeoog als eine der sieben ostfriesischen Inseln hatte dagegen schon seit dem Mittelalter mit schweren Sturmfluten und dem Auseinanderbrechen der Insel zu kämpfen, war schwach besiedelt und immer von Armut bedroht. Hier gibt es keine reichen Friesenhäuser mit Reetdächern zu bewundern, aber eine wohltuende Ruhe und Langsamkeit, da die Insel autofrei ist und man sich mit Sanddornspezialitäten und einer Tasse ostfriesischem Tee verwöhnen lassen kann - serviert in einer typischen ostfriesischen Tee-Zeremonie.