Philipp Otto Runge und Caspar David Friedrich

Die Begründer der Malerei der Romantik um 1800 in Dresden

Nach der erfolgreichen Caspar David Friedrich-Schau im Jahr 2006 widmete die Hamburger Kunsthalle mit Philipp Otto Runge, dem anderen großen Künstler der deutschen Romantik, im Jahr 2010 die erste umfassende Retrospektive seit über 30 Jahren. In seinem 200. Todesjahr würdigte man das jung verstorbene Genie als einen der vielseitigsten Künstler des 19. Jahrhunderts.

Genau wie Friedrich stammte er aus Pommern und kam auf dessen Anregung 1801 für seine künstlerische Laufbahn nach Dresden. Dort kamen die beiden Künstler zu einer bahnbrechend neuen Bildsprache in der Landschaftsmalerei, um die Postulate der Frühromantik an die Kunst nach Halt in einer nicht mehr sicheren Welt zu erfüllen.
Dazu gehörten die Innenschau sowie die Darstellung von Werden und Vergehen, von Verstörung und Tröstung und von der ursprünglichen göttlichen Einheit zwischen Mensch und Natur.
Runge erfand dafür ein komplexes System aus Naturhieroglyphen und Arabesken, Friedrich seine Seelen- und Symbollandschaften.

Die avantgardistische Rolle der beiden Künstler für die Moderne, welche dem Abbild entsagt, aber die Innenschau des Künstlers zum dominierenden Prinzip erhebt, wird erst heute in ihrer vollen Bedeutung erkannt.