Die Geburt des "Blauen Reiter"

Kunst der Avantgarde um 1909 / 1910

Neben Paris galt München um 1900 als das zweite Zentrum der Moderne in Europa. Aus dem großen Sammelbecken zugereister in- und ausländischer Künstler entstand dort im Jahr 1909 die NKVM (Neue Künstlervereinigung München). Zwei Jahre später entwickelte sich daraus der „Blaue Reiter“ mit Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Franz Marc, Alfred Kubin, Marianne von Werefkin, Alexej Jawlensky und Paul Klee.

Was die KünstlerInnen einte, war ihr Wunsch nach geistiger Erneuerung in einer zunehmend materialisierten Welt und das Bestreben, alte Ordnungen und die verhasste Enge des ausgehenden Kaiserreiches zu überwinden.

Ziel der NKVM und des „ Blauen Reiter“ war eine internationale Vernetzung der vielfältigen avantgardistischen Kunstströmungen von damals, die diesem Postulat entsprachen. Das waren die Fauvisten und Kubisten in Frankreich, die Futuristen in Italien, die Suprematisten in Russland, sowie der Expressionismus, der Jugendstil und der Symbolismus, um nur die wichtigsten Kunstumbrüche zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu nennen.

Der Vortrag geht auf diese verschiedenen Strömungen ein und stellt gleichzeitig die beiden Künstlerpersönlichkeiten Marianne von Werefkin und Wassily Kandinsky ins Zentrum wegen ihrer wegweisenden Bedeutung.